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Südrunde

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Berliner Mauerweg Südrunde: Auf einer 55 km langen Strecke auf Abschnitten des Berliner Mauerweges vom Müggelsee nach Potsdam.

Während einzelne Abschnitte des Berliner Mauerwegs vor einigen Jahren ausgebaut wurden - so zuletzt ein Abschnitt im Landschaftspark Rudow-Altglienicke bei Schönefeld - zerfallen andere Abschnitte im Zeitraffer.

Bei einem Test für einen Radreiseveranstalter im Juli 2010 fielen mir gleich mehrere Punkte negativ auf:

- die Fugen zwischen den alten Betonplatten sind praktisch alle paar Meter ein Sanierungsfall und das eintönige Rumholpern kein Grund den Berliner Mauerweg abzuradeln

- mit historisch und Denkmalschutz hat das nix zu tun, der Sinn des einstigen, für damalige Verhältnisse 1989 bestens ausgebauten Postenweges war doch, dass man schnell von A nach B kommt; selbst die robusten Kübelwagen der DDR-Grenztruppen würden am heutigen Berliner Mauerweg scheitern

- es gibt keine durchgängige Fahrradwegweisung, eine touristische (sonstige Sehenswürdigkeiten, Restaurants, Hotels, Bahnhöfe ...) Wegweisung existiert praktisch nicht, kurz: die touristische Vermarktung ist nahe Null

- gerade im südlichen Abschnitt des Berliner Mauerweges suggerieren zahlreiche unverständliche mit Blümchen "gekennzeichnete" Radrouten eine angebliche Vernetzung und Vielfalt, tatsächlich ist praktisch keine dieser Routen dem heutigen Stand der Technik entsprechend ausgebaut und ausgeschildert

- an der so genannten Dresdner Bahn ist der Berliner Mauerweg zwischen Lichtenrade und Mahlow noch immer unterbrochen, die Alternativen sind eine Wahl zwischen Pest (Umweg mit schlimmen Kopfsteinpflaster) und Cholera (Umweg mit sandigem Feldweg)

- es gibt keinen Plan für eine regelmäßige Reinigung und bauliche Unterhaltung des Berliner Mauerweges, so der aktuelle Eindruck

Trotzdem ist der Berliner Mauerweg natürlich auch auf der Südroute einer der wichtigsten Radfernwege der Region Berlin-Brandenburg, auch wenn er nicht als Radfernweg bezeichnet wird.

Die Fotos zeigen eine touristisch interessante Vernetzung des Berliner Mauerwegs vom Müggelsee kommend, über die BVG-Fähre Wendenschloss-Grünau, den sehr schönen Landschaftspark Rudow-Altglienicke, eine neue Fahrradstraße nach Großziethen (schöner als der eigentliche Mauerweg und eine Abkürzung direkt am sehr empfehlenswerten Eiscafé Moin Moin vorbei ...), mit der erträglicheren Umfahrung der Dresdner Bahn über den Roten Dudel und ab Teltow einer touristisch sinnvolleren Variante weiter nach Potsdam. Neben der frisch sanierten Altstadt Teltow wird die wild romantische (leer stehende ...) Hakeburg passiert und die ebenfalls gerade sanierte Schleuse Kleinmachnow erreicht. Der Weg folgt bis hier und weiter nach Potsdam meist dem BUGA Radweg 2001 - den die zuständigen Planer vermutlich längst vergessen haben. Die Schilder sind nahezu lückenlos vor Ort zu finden, ein spezieller Ausbau ist nicht erfolgt - auch wenn einige Abschnitte wie auf der ruhigen Alten Potsdamer Straße sehr gut befahrbar sind.

Von der Linienführung wäre dieser BUGA Radweg tatsächlich gut geeignet die Sehenswürdigkeiten und zahlreichen Restaurants entlang des Teltowkanals zu verbinden - also ein wirklicher asphaltierter Ausbau sinnvoll.

Hintergrund

- den GPS-Track für eine touristisch interessante, leicht variierte Variante des Berliner Mauerweges auf dessen Südroute gibt's auf Anfrage unter kontakt@benno-koch.de

- den offiziellen Flyer des Berliner Mauerweges Südroute findet man als pdf unter www.berlin.de

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